Alles zum Thema E-Bike

Alles zum Thema E-Bike

Alles zum Thema E-Bike

Wie funktioniert ein E-Bike?

Grundsätzlich spricht man von einem E-Bike, wenn die Motorunterstützung nur beim Treten freigegeben wird. Der E-Motor schießt auf Wunsch bis zu 300 % der eigenen Leistung zu. Hört man beim E-Bike auf zu treten, schaltet sich auch der Motor ab. Ebenso, wenn eine Geschwindigkeit von 25 km/h überschritten wird. Der Motor eines E-Bikes übernimmt also nicht die ganze Arbeit, sondern leistet nur eine gewisse Hilfestellung, die mit der eingesetzten Tretkraft korreliert. Die Unterstützung kann über eine Bedienkonsole in verschiedenen Modi und Level gewählt werden. Damit sich das Antriebssystem eines E-Bikes perfekt auf die Fahrbelastung des Fahrers und somit die erforderliche Hilfskraft einstellen kann, berechnen drei Sensoren an der Hinterachse Geschwindigkeit, Trittfrequenz und Drehmoment. Daraus ergibt sich die optimale motorische Unterstützung eines Elektrobikees.

Welchen Akku soll ich beim Kauf eines E-Bikes wählen?

Jede Akku-Technologie hat ihre Vor- und Nachteile. So etwa haben NiCd-Akkus gemeinsam mit Lithium-Ionen-Akkus den längsten Ladezyklus. Dafür kämpfen die NiCd-Akkus, aber auch die NiMh-Akkus, mit dem Memory- Effekt, also die Reduktion der Akkuleistung eines E-Bikes im Zeitverlauf. Letztere sind den NiCd-Akkus kapazitätsmäßig überlegen, aber anfällig für Selbstentladung. Den aktuellen Stand der Technik bei E-Bikes stellen moderne Lithium-Ionen-Akkus dar. Sie überzeugen mit einer ganzen Reihe von Vorteilen. Der Memory-Effekt spielt bei dieser Akkutechnologie keine Rolle. Außerdem verfügen sie über eine längere Lebensdauer als alle anderen Akkus. Einziger Nachteil: Lithium- Ionen-Akkus mit Phosphat sind etwas größer als vergleichbare Modelle.

Wie lange muss der Akku eines E-Bikes laden?

Je nach Akkuladezustand variiert auch die Ladezeit eines E-Bike-Akkus. Das Laden am Netz mit Ladegerät nimmt ca. drei bis vier Stunden in Anspruch.

Wie weit kann ich mit einer Akkuladung fahren?

Aufgrund der verschiedenen Akkutypen bei E-Bikes lässt sich die Reichweite pauschal nur sehr schwer angeben. Drüber hinaus spielt es eine Rolle, wo man mit dem Elektrobike unterwegs ist. Auf einer geraden Strecke wird natürlich weniger Energie verbraucht als bei einer Bergfahrt. Auch das Gewicht des Fahrers nimmt Einfluss der Akkuleistung eines E-Bikes. Dennoch sollten heutzutage mit einer Aufladung 80 bis 120 Kilometer zu schaffen sein.

Welches E-Bike-Antriebskonzept ist das Beste?

In der Technologie unterscheiden sich die E-Bikes durch drei verschiedene Antriebskonzepte:

  • Hinterradnabenmotor:

Hier befindet sich der Akku am Unterrohr des E-Bikes und sorgt für eine gute Gewichtsverteilung. Zudem muss die Rahmengeometrie nicht verändert werden und entspricht dem eines ganz normalen Bikes. Dabei bleibt die volle Tretlagerfreiheit im Gegensatz zum Mittelmotor erhalten. In Sachen Fahrverhalten eines E-Bikes punktet der Hinterradantrieb vor allem bei Steigungen, da die Belastung am Hinterrad liegt. Diese sportlichste Variante eines E-Bike Antriebs bietet bestes Antriebsgefühl und geringes Gewicht, etwas kompliziert wird es beim Reifenwechsel.

  • Mittelmotor

Motor im Bereich des Tretlagers: Der zentrale Schwerpunkt erleichtert das Handling, allerdings wirkt der Motor auf die Tretkurbel, was eine etwas unrunde Kraftentfaltung zur Folge hat.

  • Frontmotor:

Aufgrund der Gewichtsverteilung kann hier das Vorderrad des E-Bikes leicht wegrutschen und somit bergauf einen Teil der Schubkraft auf lockerem Schotterboden verloren geht. Der Frontmotor ist oft die kostengünstigste Kostenvariante eines E-Bikes, aber der ruckartige Einsatz des Antriebes beeinflusst das Steuerverhalten in der Kurve.

Grundsätzlich ist daher der Hinterradnarbenmotor besonders für sportliche E-Bike-Fahrer im Gelände geeignet, Mittel- und Frontmotoren eignen sich für Asphaltstraßen in der City und Überlandfahrten auf Radwegen.

Sparen mit dem E-Bike

Mit E-Bikes lässt sich bares Geld sparen. Gerade bei den derzeit explodierenden Benzinpreisen lohnt sich der Griff zum Elektrobike. Positiver Nebeneffekt dabei: Man fördert auch seine Gesundheit.

Der Verbrauch eines E-Bikes legt ca. bei einer Kilowattstunde auf 50 Kilometer. Das entspricht in etwa der Energie des Durchlaufes einer Kaffeemaschine. Die Energie zum Zubereiten einer Kaffeetasse würde für zehn Kilometer Wegstrecke mit einem E-Bike entsprechen. Umsteigen lohnst sich also definitiv.

Rekuperation: Energierückgewinnung beim Fahren mit dem E-Bike.

Mit einem E-Bike spart man nicht nur Energie, man kann sie auch zurückgewinnen. Zumindest einen Teil davon. Das nennt sich Rekuperation. Bei gewissen E-Bikes lässt sich der Motor beim Bergabfahren als Generator einsetzten. Ein absolut begrüßenswerter Nebeneffekt für alle E-Bike-Fahrer, die sich beim Bergabfahren etwas unsicher fühlen bzw. ihrer Bremse auf Schotterwegen nicht zu 100 % vertrauen wollen: Die Motorbremse entsprechender E-Bikes dosiert und kontrolliert die Geschwindigkeit automatisch. Vor allem auf längeren Abfahrten eine tolle Sache. Durch die rückgewonnene Energie lässt sich die Reichweite eines E-Bikes um bis zu 15 % verlängern.

Wie schnell kann ich mit einem E-Bike fahren?

Laut österreichischer Straßenverkehrsordnung ist das E-Bike so lange ein Fahrrad, solange der Motor nicht mehr als 600 Watt Nennleistung aufweist und die Motorunterstützung beim Treten bei 25 km/h aufhört. Die meisten der bei uns angebotenen Bikes halten sich an eine EU-Richtlinie, die dem Motor nur eine Leistung von 250 Watt zugesteht. Mehr Power gibt’s in diesen Fällen nur über einen Bausatz. Darüber hinaus erlaubt der Gesetzgeber – im Gegensatz zur EU-Richtlinie über E-Bikes – auch eine Gasgriffregelung ohne Tretunterstützung. Natürlich gibt es auch schneller E-Bikes mit bis zu 45 km/h. Diese Elektrofahrräder müssen aber angemeldet werden und gelten als Kleinkraftfahrzeug.